Paul Signac

 
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Paris 1863
- Paris 1935


Der Künstler Paul Signac wird am 11. November 1863 in Paris geboren. Inspiriert vom Impressionismus,  u.a. durch Werke von Monet, entschließt sich Signac nicht, wie geplant, Architektur zu studieren, sondern  Künstler zu werden. Im Jahr 1884 lernt er Georges Seurat kennen. Diese Begegnung ist in seiner künstlerischen Entwicklung richtungweisend,  Signac widmet sich anschließend der pointillistischer Malweise. Seurat verstirbt im Jahre 1891 und so wird Paul Signac zum Wortführer der neoimpressionistischen Bewegung. Dabei wird er durch den Kritiker Felix Fénéon und den Naturwissenschaftler Charles Henry, die seinen farbtheoretischen Ansatz untermauern unterstützt. Signac verfasst im Jahr 1899 eines der Standardwerke des Neoimpressionismus: "D'Eugène Delacroix au Néo-Impressionnisme". In seinen Werken beachtet er streng die Regeln der pointillistischen Farbtheorie. Darüber hinaus schafft der Künstler Signac eine Vielzahl an Aquarellen, die ihm eine größere Befreiung des Ausdrucks erlauben.
Zu seinen bevorzugten Motiven gehören südliche Landschaften, meist in Verbindung mit dem von ihm geliebten Meer und Booten. In einigen großformatigen Werken zollt er zudem dem geschätzten Vorbild Seurat Tribut. Die ansonsten selten erscheinenden Menschen werden in das formale Bildgerüst integriert und stehen in dieser Abstraktion für ein allgemeingültiges Lebensprinzip wie das Goldene Zeitalter. Neben Paul Signacs Bedeutung als einem der bedeutendsten Vertreter des Neoimpressionismus, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis, hat der Maler enormen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen. Als einer der ersten Förderer von Henri Matisse und André Derain ebnet der Künstler den Weg des Fauvismus. Die formal abstrahierende pointillistische Technik seines Schaffens ist zudem Grundlage für gegenstands- und raumauflösende Tendenzen im 20. Jahrhundert, namentlich den Kubismus. Paul Signac verstirbt am 15. August 1935 in Paris.